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EP Influence · Fokus

Allein selbstständig: Wer sagt Dir, wann es reicht?

Keiner, das musst Du selbst übernehmen. Bei mir haben in den ersten Wochen zwei Sachen geholfen, freie Tage vorher festlegen und bei eigenen Projekten vorher sagen, was am Ende rauskommen soll.

Eric Schejnoha 28. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit
Inhalt
  1. Freie Tage vorher festlegen
  2. Eigene Projekte wie einen Auftrag behandeln
  3. Was ich daraus mitnehme

Als ich mich im September 2026 selbstständig gemacht hab, hab ich schon in den ersten zwei Wochen gemerkt, dass einem plötzlich keiner mehr sagt, wann es reicht. Kein Chef, der sagt, heute ist Schluss. Und bei den eigenen Projekten auch kein Kunde, der irgendwann sagt, passt so.

Zwei Situationen aus diesen Wochen haben mir das ziemlich deutlich gezeigt. Aus beiden ist was geworden, das ich jetzt fest so mach, und vielleicht hilft es Dir ja auch.

Freie Tage vorher festlegen

In meiner ersten Woche hatte ich zwei fast gleiche Tage hintereinander. Am ersten wollte ich eigentlich arbeiten, aber so richtig ging nichts voran, und ich hab mehr Pause gemacht als geschafft. Abends hab ich ihn als Gammeltag abgehakt, mit schlechtem Gewissen.

Am Tag danach hab ich mir dann ganz bewusst freigenommen. Fürs Unternehmen hab ich da genauso wenig gemacht, und trotzdem war das abends ein richtig schöner, entspannter Tag. Der einzige Unterschied war, dass ich vorher gesagt hab, heute ist frei.

Wenn Du allein selbstständig bist, sagt Dir halt keiner, dass so ein Tag mal okay ist. Das schlechte Gewissen machst Du Dir komplett selbst. Deswegen gehören freie Tage bei mir jetzt genauso in die Planung wie ein Kundentermin, am Abend vorher oder gleich fest in der Woche.

Eric Schejnoha am Schreibtisch vor dem Bildschirm mit Wochenkalender
Freie Tage stehen bei mir jetzt genauso im Kalender wie Kundentermine.

Eigene Projekte wie einen Auftrag behandeln

In der zweiten Woche hab ich ein Logo für eine Kundin fertig gemacht und rausgeschickt. Mein eigenes hab ich in derselben Woche nicht mal angefangen. Die Idee stand schon, aber jeden Tag ging irgendwas anderes vor, ein Auftrag, ein Vertrag, eine Korrekturrunde. Selbst an dem Tag, den ich mir extra fürs Design freigehalten hatte, ist es wieder liegen geblieben.

Bei Kunden gibt's halt irgendwann jemanden, der sagt, passt so. Beim eigenen Logo sagt das keiner, und Du kannst ewig noch eine Variante ausprobieren. Ich glaub, genau deswegen hab ich's so lange geschoben.

Also hab ich mich selbst wie einen Kunden behandelt, und das in drei Schritten.

  1. Vorher festlegen, was rauskommen mussBei meinem Logo waren das eine saubere Vektordatei, eine Kurzform, eine helle und eine dunkle Fassung und die Farben, die drinstecken.
  2. Die Runden begrenzenHöchstens drei Runden, und danach erst mal eine Nacht drüber schlafen.
  3. Dann den Haken dran machenEin paar Tage später war's durch. Am längsten haben ehrlich gesagt die Exporte gedauert, und am selben Tag war das neue Logo schon in meiner Rechnungsvorlage.

Was ich daraus mitnehme

Qualität braucht halt Zeit. Die Zeit ist aber kein Problem, wenn man vorher ehrlich festlegt, wie viel überhaupt reinkommt. Allein selbstständig heißt eben auch, dass Du bei Deinen eigenen Sachen beides bist, der, der's umsetzt, und der, der irgendwann den Haken dran macht.

Mal gucken, wie gut ich mich dran halte, wenn's richtig voll wird.

Keine Zeit, das selbst umzusetzen? Dann übernehme ich das für Dich.

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Eric Schejnoha

Eric Schejnoha

Ich bin Designer und Illustrator und arbeite jeden Tag mit Notion, Adobe-Programmen und KI. Hier schreib ich auf, was ich selbst ausprobiert hab.

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